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Stories Of The Top Of My Head


[Geschichten aus dem Kopf”] I worked as a traveling storyteller (mainly) between 2000 and 2010 with performances in Ireland, Iceland, Poland, Finland and Germany. Stories ranged from odd fairy tales and myths (Finland, Mongolia, Inuit) and science fiction (Lovecraft, Ballard) to classical literature (Gogol, Mishima) and Japanese movies.

All stories are told without notes at hand. The choice depends on my taste for the difficult, the ambiguous, for black humor and definitely the challenge to remember them at all. The performance can take place anywhere; length of a set: 30-60 min.

Excerpt of Program 2000-2004:

2000 Die Töterinnen; Nacherzählung eines japanischen Spielfilms. Schilleroper, Hamburg [The Samurai Killers; Remembered after a Japanese Movie. ]
Das Röhricht; Kurzgeschichten von Mohammed Mrabet. Offener Kanal, Hamburg
[The reed; Short Stories by Mohammed Mrabet]

2001 Fermats letzter Satz; Nacherzählung eines Dokumentarfilms über den englischen Mathematiker Andrew Wiles. HfbK, Hamburg
[Fermat’s last Sentence; Remembered after a TV documentation about the mathematician Andrew Wiles]
Der bemalte Vogel; Ausschnitte des Romans von Jerzy Kosinski. Galerie Hinterconti, Hamburg
[The Painted Bird; Motives taken from Jerzy Kosinski’s novel ]

2002 Die Farbe aus dem All u.a.; SF von H.P. Lovecraft und Cordwainer Smith. Zakk, Bremen
[The Colour from Space; Selected stories by H. P. Lovecraft and Cordwainer Smith]
In Dieter Roths Chair, The Pearl, Space Tales; Diverse Erzählprojekte in Reykjavik, Seydisfjördur und Skriduklaustur. Island, Juli – Oktober
Various Storytelling projects on Iceland, July till October. Travelling Storyteller.
Inuit- und mongolische Märchen, Kurzgeschichten aus Japan von Yukio Mishima; 11. Dez,. Mousonturm, Frankfurt
[Inuit and Mongolian Folk Tales; Short stories by Yukio Mishima ]

2003 Ode to Dust. Spoken Word Performance; Lobo, Texas/USA
Im Dunkel der Nacht. Ausgewählte Krimis von Cornell Woolrich; Kaskadenkondensator, Basel
[
In the Dark of the Night; Selected crime stories by Cornell Woolrich]
Die Perle. Kurzgeschichten aus Japan von Yukio Mishima und Yasunari Kawabata; Goto, Frankfurt
[The Pear
l; Short stories from Yukio Mishima and Yasunari Kawabata ]

2004 Finnische Märchen. Galerie Hinterconti, Hamburg. [Finnish Fairy Tales]
Im Dunkel der Nacht. Mehr ausgewählte Krimis von Cornell Woolrich; Schilleroper, Hamburg [In the Dark of the Night. More selected crime stories]

Fermat’s Last Theorem

Fermat’s Last Theorem is based on the mathematical problem of the same name, which was solved in 1993 by the British mathematician Andrew Wiles. A BBC broadcast documented on the septennial solution path. Inspired by the magical number Seven and the intricacies of the whole process I staged the movie as storytelling performance. The lecture itself was held without notes, yet – as the picture shows – 4 and a half pages were needed just to register the main facts. Duration: approx. 40 min. „Fermat“ was only performed thrice, last in 2010.

Dada de Nada

2004-2007. Dada de Nada put a strong emphasis on self-taught artists. Curating was done on invitation without ever so much as looking at a portfolio. We were never disappointed. In 4 years we staged more than 90 shows, many of them fluxus-like, often poetic, some very loud, some culinary and/or transgressive.

Dada de Nada was organized and curated by three individuals with interests in experimental forms of art and civilization. With: Mario Minelli and Birgit Helms, in 2007 also with Marco Kunz. In the beginning (2004-06) with regular locations, later nomadic.

The author and journalist Carsten Klook wrote in his article, Nov 5, 2004:
(–> direct link to taz archive here)

Expedition to Hibesa

A series of performance lectures in various adaptions. The project started out as an interactive website in 1996. Diagrams and charts illustrated the journey with supplementary diary entrys and audio logs. The core narrative focuses on a Surinamese wild pig species called Babirussa babirousa. Performed – among many other venues from then on – at the Schauspiel Frankfurt, 2008.

Excerpt: (English version not available)
“Expedition nach Hibesa” handelt von den vielfältigen Wundern eines Bildes. Sie ist der Versuch eine Welt zu erschließen, die jenseits unseres sichtbaren Horizonts verborgen liegt.

Dies ist ein surinamesisches Schwein von der Insel Celebes. Sein deutscher Name lautet Hirscheber (babirussa babyrousa); in diesem Fall ist das weibliche Tier zu sehen. Die Original-Fotografie wurde etwa 1996 im zoologischen Garten Frankfurt/Main aufgenommen. Doch von einem anderen Blickpunkt aus betrachtet, in einem anderem Medium, einer anderen Sprache, bleiben die Dinge nicht dieselben.
Ich hatte Grund zu der Vermutung, daß ihre physische Erscheinung als auch ihre Plazierung im Bild auf geheimnisvolle Art mit einem Rätsel verknüpft seien. Anders als bei diesem Schwein, waren zu Beginn meiner Arbeit an diesem Vortrag Eingang und Ausgang nicht deutlich zu sehen. Mein Blick war auf die Mitte gerichtet, genauer gesagt, auf die andere Seite dieser Mitte. Wiederholt prallte ich an ihrer elastischen Bauchseite einfach ab.

Versunken in den Anblick des eiförmig gekrümmten Rückens, erschien er mir plötzlich wie ein Horizont. Was könnte dahinter liegen? Wie sah die andere Seite aus? Seefahrer hatten die Erde umsegelt, warum sollte ich hier nicht ihrem Beispiel folgen!
Die Angelegenheit – nunmehr längst nicht mehr auf die Seitenansicht eines Schweins der Südhalbkugel beschränkt -, erforderte einen neuen Namen. Ein Name, der nichts für sich bedeutet, der dem Tier als auch meiner Unternehmung gerecht wird und zugleich als geografischer Name funktioniert. Dies kann nur ein ganz neues Wort sein. Die Expedition führt also nach: HIBESA.

Mein erster Gedanke war Hibesa zu umrunden. Je länger ich darüber nachdachte, umso weniger schien dies möglich. Die Beziehung zwischen den Dingen und ihrer “anderen Seite” hat nichts mit räumlicher Distanz zu schaffen. Wie sehr man auch versucht dahinter zu kommen, die andere Seite bleibt die “andere Seite”. Bei Bildern wird das Dahinterkommen zusätzlich durch die Vielschichtigkeit ihrer Inhaltsebenen erschwert.

Sobald aber die erste dieser Ebenen erreicht ist, fließen Raum und Zeit, Form und Distanz in einen fremden Ort zusammen. Darum würde eine “traditionelle” Umrundung zu nichts führen. Ich beschloß, Hibesa soweit es mir möglich wäre zu erklimmen, das Terrain zu vermessen, Haut-, Luft- und Wasserproben für wissenschaftliche Zwecke zu nehmen und schließlich all meine Anstrengungen daran zu wenden, es allmählich durchsichtig zu machen.

An einem kalten Februarmorgen (Dienstag, den 5.2.) verlasse ich meine Hamburger Heimat. In meinem Gepäck befinden sich folgende Dinge:

ein kleines Zelt
ein Videorecorder
ein Kassettenrecorder
einige Handbücher
einige Vorräte
roter und grüner Stift

Ich benutzte ein elektronisches Bildbearbeitungsprogramm, um die Oberfläche von Hibesa weiter zu untersuchen. Ich wollte sie durchdringen, das Dahinterliegende aufdecken, um endlich, endlich auf die andere Seite zu gelangen.
(…)